Varduhi Khachatryan
Die armenische Mezzosopranistin, mit der unglaublichen Reinheit ihrer tiefen und herzhaften Stimme, ihrer außergewöhnlichen Technik sowie ihrer eleganten und zugleich dramatischen Bühnenpräsenz, inspirierte viele große Liebhaber der lyrischen Musik.
Die Mezzosopranistin war schon früh mit der Kunstwelt verbunden. Ihr Vater, ein bekannter Bassbariton und Volkskünstler der Republik Armenien, führte sie bereits in ihrer Kindheit in die klassische Musik ein. Mit sieben Jahren besuchte sie eine Musikschule, wo sie gleichzeitig Klavier und Gesang studierte. Anschließend setzte sie ihr Studium am Musikkolleg „Romanos Melikyan“ und danach am Staatlichen Musikkonservatorium Jerewan „Komitas“ fort, wo sie ihre Diplome als Solistin und Pädagogin erwarb.
Ihr Debüt gab sie 1996 am Operntheater Jerewan in der Rolle der Parandzem in „Arshak II.“ von T. Tschukatschjan. Seit 1997 ist Warduhi Solistin am selben Theater und sang dort unter anderem die Carmen in Bizets „Carmen“, die Pauline in „Pique Dame“ von P. I. Tschaikowski, die Azucena in „Il Trovatore“, die Amneris in Verdis „Aida“ und die Adalgisa in Bellinis „Norma“. 2004 wurde sie mit dem Nationalpreis „Artavazd“ als „Beste Opernsängerin des Jahres“ ausgezeichnet.
Ihre professionelle Laufbahn in Europa begann 1999 mit dem Sieg beim Internationalen Gesangswettbewerb „Chant à Liège“ (Belgien). In den folgenden zwei Jahren wurde sie Preisträgerin von sieben internationalen Wettbewerben. 2001 gewann Varduhi den Grand Prix Maria Callas von Athen und den ersten Preis beim Internationalen Gesangswettbewerb Montserrat Caballé. Letzterer Erfolg ermöglichte ihr zahlreiche Engagements, Einladungen zu renommierten Festivals und viele interessante Angebote von Künstleragenturen.
Sie sang unter anderem im Bolschoi-Theater (Moskau), im Bunka-Kaykan-Theater (Tokio), im Teatro di Verdi (Sassari), im Teatro Sperimentale di Spoleto, im Grand Théâtre de Genève, beim „Festival Euro Mediterraneo“ in Rom, beim „Festival Castell de Peralada“ in Spanien, beim MIDEM-Festival in Cannes, beim Festival „Suoni di Primavera“ in Italien „Flâneries Musicales d’Eté“ von Reims, beim Festival d’Ambronay in Frankreich.
Varduhi sang mit Montserrat Caballe, Placido Domingo, Angela Ghiorghiu, Joyce DiDonato, Cecilia Gasdia, José Cura, Carlos Almaguer und Franco Vassallo unter der Leitung von Pierre Dominique Ponnelle, Alexander Joel, Fabio Pirona, Adrian Leaper, Frédéric Chaslin, Werner Pfaff, Miguel Ortega, Gabor Takacs-Nagy, Stefano Fonzi, John Axelrod und George Pehlevanian usw.
Sie gab außerdem Konzerte und Liederabende in der Carnegie Hall in New York, der Salle Gaveau in Paris, der Royal Festival Hall in London, dem Kodak Theatre in Los Angeles, der Victoria Hall in Genf, der Arena di Verona, dem Wiener Musikverein, dem Stravinsky Auditorium in Montreux sowie in Städten wie Prag, Montréal, Rom, Catané, Madrid, München, Athen, Barcelona, Wien, Kopenhagen, Brüssel usw.
Varduhis Repertoire reichte von den Rollen der Adalgisa in „Norma“ von Bellini, Azucena in „Il Trovatore“ von Verdi, Carmen in „Carmen“ von Bizet, Amneris in „Aida“ von Verdi, Charlotte in „Werther“ von Massenet, Stephano in „Roméo et Juliette“ von Gounod, Fenena in „Nabucco“ von Verdi, Preziosilla in „I Vespri Siciliani“ von Verdi, Santuzza in „Cavalleria Rusticana“ von Mascagni, Kundry in „Parsifal“ von Wagner, Paulina in „Die Pique Dame“ („La Dame de Pique“) von Tschaikowsky, Olga in „Eugen Onegin“ von Tschaikowsky und andere.
Sie wirkte in der Fernsehsendung „Klassisch!“ in München mit und ist regelmäßig im Fernsehen auf MEZZO zu sehen. Varduhi sang außerdem in Bellinis Filmoper „Norma“ (Regie: DECCA, DVD), in Aram Chatschatourians „Ode an die Freude“ (CD, England), in „Widmung an Komitas“ (CD, Jerewan), in Franc Martins „Cinderella“ (CD, Genf) und in „Ave Maria“ (CD, Jerewan). Ihr umfangreiches Repertoire reicht vom Barock bis zur Moderne und umfasst deutsche Lieder sowie Melodien russischer, französischer, spanischer, italienischer und armenischer Komponisten. Darüber hinaus singt sie in sieben Sprachen. Ihre berufliche Laufbahn motivierte sie 2011 zur Gründung des Kulturvereins „AVETIS“. Ziel des Vereins ist die Förderung etablierter Künstler und die Entdeckung junger Talente.
Veranstaltungen mit „Varduhi Khachatryan“
20:00 Uhr
Plácido Domingo · Varduhi Khachatryan · James Vaughan
Düsseldorf, Tonhalle, Gala-Liederabend