Gulbenkian Orchester Lissabon


1962 gründete die Calouste Gulbenkian Foundation einen ersten Orchester-Klangkörper in der Größe eines Kammerorchesters, das folgerichtig auch „Gulbenkian Kammer Orchester“ benannt wurde. 


Seitdem wurde das Orchester ständig erweitert und umfasst seit 1971 80 fest angestellte Musiker und ist somit in der Lage nahezu das gesamte Orchester-Repertoire zu spielen, sollte eine größere Besetzung aufgrund des Konzertprogramms notwendig werden, so ergänzen Topmusiker anderer portugiesischer Orchester das jeweilige Projekt.


Das Gulbenkian Orchester hat sein Kernrepertoire in der deutschen Klassik und Romantik, so dass die Werke von Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Mendelssohn oder Schumann regelmäßig in den Konzertabonnements in Lissabon aber auch weltweit auf Tourneen gespielt werden. Das Orchester ist aber nicht nur auf dieses Kernrepertoire spezialisiert, sondern widmet sich auch immer wieder den Werken des Barocks und pflegt auch intensiv das zeitgenössische musikalische Repertoire.


Das Gulbenkian Orchester konzertiert regelmäßig auf ausgedehnten Tourneen durch Europa, Asien, Amerika und Afrika. Darüber hinaus hat das Orchester mit zahlreichen Plattenfirmen wie u.a. Philips, Deutsche Grammophon, Hyperion, Teldec, Erato, Adès, Nimbus, Lyrinx, Naive und Pentatone viele Aufnahem produziert, von denen etliche auch mit renommierten Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden.


Zur Zeit ist der junge Star-Dirigent Lorenzo Viotti  Chefdirigent und künstlerische Leiter des Gulbenkian Orchesters, er dirigiert auch das Konzert am 28. Juni 2021 in der Elbphilharmonie.


Lorenzo Viotti / Dirigent


Mit nur 29 Jahren wurde Lorenzo Viotti zum Chefdirigenten des Netherlands Philharmonic Orchestra und der Dutch National Opera (DNO) in Amsterdam berufen. Er startet in der Saison 2021/22


Sein Debüt an der DNO gab er früher als geplant und sprang im September 2019 für Sir Mark Elder in Pagliacci / Cavalleria rusticana ein.


Der derzeitige Chefdirigent des Gulbenkian Orchestras in Lissabon war schon mit 25 Jahren Gewinner des Young Conductors Award der Salzburger Festspiele 2015, des 11. internationalen Dirigentenwettbewerbs des Orquestra de Cadaqués sowie Erster Preisträger des Dirigierwettbewerbs beim MDR Sinfonieorchester.


2017 erhielt er bei den International Opera Awards in London die Auszeichnung als "Newcomer des Jahres“.


Lorenzo Viotti hat bereits zahlreiche bedeutende Orchester dirigiert, darunter das Königliche Concertgebouw-Orchester in Amsterdam, das BBC Philharmonic Orchestra in Manchester, das Royal Liverpool Philharmonic, das Netherlands Philharmonic, die Staatskapelle Dresden, das Gewandhaus-Orchester Leipzig,  die Staatskapelle Berlin, die Münchner Philharmoniker, die Wiener Symphoniker, das ORF Radio-Symphonieorchester Wien, das Gustav Mahler Jugendorchester,  das Tokyo Symphony Orchestra, das Orchestre National de France in Paris, die Bamberger Symphoniker, das Tonkünstler-Orchester, das Orchestra Filarmonica della Scala, das Rotterdam Philharmonic Orchestra, Göteborgs Symfoniker, das Danish National Radio Symphony Orchestra, die Camerata Salzburg, das Royal Philharmonic Orchestra in London, das Gulbenkian Orchester in Lissabon.


Viotti dirigierte neben zahlreichen Konzerten vom klassischen bis zum zeitgenössischen Repertoire zuletzt Manon Lescaut (Oper Frankfurt), Rigoletto (Staatsoper Stuttgart und Semperoper Dresden), Werther (Oper Frankfurt und Opernhaus Zürich), Tosca (Oper Frankfurt und New National Theatre Tokyo) und Carmen (Staatsoper Hamburg und Opéra National de Paris).


Zu den zukünftigen Opern-Projekten gehören neben seinen weltweiten Konzertdirigaten Carmen (Metropolitan Opera), Madama Butterfly (Semperoper Dresden), La Bohème und Faust (Opéra National de Paris), Roméo et Juliette und Thaïs (Teatro alla Scala).


Lorenzo Viotti wurde in Lausanne in eine französisch-italienische Musikerfamilie geboren und besitzt selbst die französische und die Schweizer Staatsangehörigkeit. Er studierte Klavier, Gesang sowie Schlagzeug in Lyon und besuchte Orchesterdirigierkurse bei Professor Georg Mark in Wien, wo er gleichzeitig als Schlagzeuger in verschiedenen großen Orchestern, unter anderem den Wiener Philharmonikern, auftrat. Seine Dirigentenausbildung setzte er bei Nicolás Pasquet am Franz-Liszt-Konservatorium in Weimar fort.

 

 

ANDREAS OTTENSAMER - Klarinette


Andreas Ottensamer gilt als eine der vielseitigsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation.


Als Solist konzertiert er auf den großen Bühnen der Welt mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, den Wiener Philharmonikern, dem Rotterdams Philharmonisch Orkest, der Kammerphilharmonie Bremen, dem Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra, dem Seoul Philharmonic Orchestra, dem Orchestre Metropolitain, dem Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra und dem European Union Youth Orchestra unter Mariss Jansons, Sir Simon Rattle, Andris Nelsons, Yannick Nezet-Seguin, Stephane Deneve, Alan Gilbert und Lorenzo Viotti.


Als Kammermusiker spielt er unter anderem mit Yuja Wang, Leonidas Kavakos, Janine Jansen, Lisa Batiashvili, Nemanja Radulovic, Nicolas Altstädt und Sol Gabetta. 2005 gründete er gemeinsam mit seinem Vater Ernst und Bruder Daniel das Klarinettentrio „The Clarinotts“.


Gemeinsam mit dem Pianisten José Gallardo ist er künstlerischer Leiter des "Bürgenstock Festivals" in der Schweiz und des „Artström Festivals“ in Berlin.


Im Februar 2013 unterzeichnete Ottensamer einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon und erhielt für sein zweites Album «Brahms: The Hungarian Connection» 2015 den Echo Klassik als "Instrumentalist des Jahres".  Für sein Album „New Era“ für Decca Classics versammelte er seine Kollegen Emmanuel Pahud und Albrecht Mayer und nahm zusammen mit der Kammerakademie Potsdam Werke der Mannheimer Schule auf.


Sein derzeitiges Album für Deutsche Grammophon, “Blue Hour”, ist eine Zusammenarbeit mit Yuja Wang, Maris Jansons und den Berliner Philharmoniker; gespielt werden Werke von Weber, Brahms and Mendelssohn.  Fuer diese Einspielung wurde er in 2019 mit einem Opus Klassik als Instrumentalist des Jahres ausgezeichnet.


Zu den Höhepunkten der Spielzeit 2018/2019 zählen Konzerte mit dem London Philharmonic Orchestra, dem Western Australia Symphony Orchestra, Adelaide Symphony Orchestra, dem National Taiwan Symphony, dem Aix-en-Provence Easter Festivalund dem Salzburg Festival wo er das Weber Klarinettenkonzert mit der Camerata Salzburg und Lorenzo Viotti spielte.  Im Mai 2019 war er Artist in Residence bei dem Schwetzingen Festival.   Er trat bei der der Utzon Recital Serie im Sydney Opera House auf und mit Yuja Wang an der Carnegie Hall, dem Gstaad Menhuin Festival und dem Edinburgh International Festival.


In 2019/2020 wird er unter anderem mit dem Mozart Klarinettenkonzert bei der Salzburger Mozartwoche auftreten, sowie mit Konzerten mit dem Barcelona Symphony Orchestra, Castile and Leon Symphony Orchestra, Prague Philharmonia, Kammerorchester Basel and dem Musikkollegium Winterthur.  In Rezital tritt er mit Yuja Wang am Barbican in London und in Brescia auf; weiters am Musikverein Wien, Konzerthaus Berlin, the Philharmonie Luxembourg and sowie in Italien mit dem Kelemen Quartet und in Deutschland mit dem American String Quartet. Er ist auch “Menuhin Heritage Artist” beim Gstaad Menhuin Festival.


Andreas Ottensamer ist 1989 in Wien geboren und stammt aus einer österreichisch-ungarischen Musikerfamilie. Mit 4 Jahren erhielt er seinen ersten Klavierunterricht. Mit 10 Jahren studierte er zunächst Violoncello und ab 2003 Klarinette an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien.


Ein "liberal arts" Studium and der Harvard University unterbrach er um 2009 der Orchesterakademie der Berliner Philharmoniker beizutreten. Seit 2011 ist Ottensamer Soloklarinettist der Berliner Philharmoniker.


       
Montag, 28. Juni 2021, 20 Uhr
Elbphilharmonie Hamburg
Karten: 75,00 € bis 165,00 € (inkl. Vorverkaufsgebühren)

Tickets hier online bestellen

Hotline: 0 18 06 - 700 733*
*0,20 € aus dem deutschen Festnetz; aus dem Mobilfunknetz 0,60 €

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